Turnverein Balsthal

Clauwau – die Weltmeisterschaft der Samichläuse

Wie so oft wurde aus einer Schnapsidee eiserner Ernst... Und so kam es, dass an der diesjährigen „Weltmeisterschaft der Samichäuse“ auch ein Team aus Balsthal mitwirkte. Thomas Dobler, Lorenz Freudiger sowie Matthias und Philipp Baumgartner – allesamt ehrenhaft Balsthaler Samichläuse – stellten sich der herausfordernden Aufgabe. Und so verlief der Wettkampf unserer Samichläuse...

Bereits bei der Hinfahrt kämpfte das Vordétachement mit Philipp, Lorenz und Claudia Allemann (besorgt für das perfekte Make-up der Chläuse) mit den Tücken des Strassenverkehrs im Winter. Leider traf die Vorhersage des Strassenzustanddiensts nicht ganz zu. Die Hinfahrt gestaltete sich um einiges schwieriger bzw. länger als erwartet. Nun ja, schlussendlich traf die Balsthaler Delegation dann doch noch in Samnaun ein.

Am darauffolgenden Tag ergänzten Thomas und Matthias das WM-Team. Gespannt und mit grosser Freude kämpften alle mit den Tücken des Chlaus-Kleides: „Gehören die Haare nun über den Bart oder nicht?“ Geschminkt und mit der Gewissheit Grosses zu verrichten, begaben sich die Chläuse ins Dorfzentrum, wo bereits andere Teams auf den Start des Wettkampfes warteten.


Samichläuse unter sich. „Wer hat mir noch einen heissen Tipp?“

Noch schnell einen wärmenden Glühwein getrunken und schon befanden sich alle Teams mitten im Umzug, welcher zugleich die erste Disziplin bedeutete. Als traditionelle Chläuse und dem dazugehörenden Kostüm waren die ersten Punkte sicher auf dem Balsthaler Konto.

Kaum war der Umzug beendet, wartete die erste „richtige“ Disziplin auf unsere Jungs. Es galt, dass jeder Chlaus – mit einem Geschenksack ausgestattet – einen Kamin hochklettert, die Glocke läutet und dann wieder runterklettert (nicht springen!!!). Unter dem Namen „Bauschtler Turner Chläus“ forderte diese Disziplin die vier Balsthaler nicht sonderlich. Ein Platz unter den Top-Teams war den Balsthaler sicher.

In der nächsten Disziplin wurde Treffsicherheit gefordert. Jeder Claus hatte fünf Bälle zu Verfügung. Ziel war es, einen Chlaus der gegnerischen Mannschaft von einem Brett zu holen, in dem man den Ball in ein Loch wirft. Drei von vier möglichen Treffer durften sich die Turner-Chläuse gutschreiben lassen.

Die nächste Disziplin war der Tiefpunkt unserer vier Chäuse. „Lebkuchen verzieren“ hiess sie. Es galt innerhalb von zwei Minuten mittels den vier zur Verfügung stehenden Zuckergussfarben, den originellsten Lebkuchen zu kreieren. Mit viel Liebe aber nicht wirklich viel Geschick versuchte Lori die gefrorene Zuckergussmasse möglichst gleichmässig aus dem Plastiksack zu drücken – was nicht wirklich gelang. Naja, man war ja zum Lernen da! Das nächste Mal wird die Vorgehensweise der anderen Teams gewählt: Weisser Zuckerguss über dem Lebkuchen verstreichen, Griff in die Hosentasche und die von zu Hause mitgebrachten Gegenstände möglichst schön aufkleben. „So ein Beschiss!“


Viel Liebe aber kein Geschick! Lori beim „Malen“

Schnell war das Geklecker mit der Zuckermasse vergessen und schon freute man sich auf die nächste Disziplin, welche viel Einfühlungsvermögen von Seiten der Chläuse forderte. Schliesslich hatte man es mit lebendigen Tieren zu tun. Eseltrekking hiess diese. Jedes Team musste vier Geschenke in einen Sack packen, diesen dem Esel auf den Rücken legen, danach eine Strecke von ca. 60 Metern zurücklegen (60 Meter können relativ lange gehen, wenn der Esel nicht will) und dann die Geschenke an der richtigen Adresse abliefern. Leider traf die Erkenntnis in Klammer auf das Balsthaler Team zu. Zunächst war der Esel von den Bestechungsversuchen mit Karotten begeistert und lief relativ zügig auf das Ziel zu. Dann aber verlangsamte er seinen Schritt. Weder Ziehen noch Stossen und auch eine weitere Karotte bewogen ihn nicht etwas schneller zu gehen...


...wenn er nicht will, dann will er einfach nicht!

Damit war die Vorrunde absolviert. Von den 22 gestarteten Team kamen 16 in die Finalausscheidung. Auch die „Bauschtler Turner Chläuse“ zählten zu den Glücklichen (Rang 8 in der Zwischenrangliste). Nach einer kurzen Pause, in welcher nachgeschminkt und verpflegt wurde, fanden sich die Finalteilnehmer auf der Skipiste wieder.

Nun kam die grosse Stunde der Balsthaler Chläuse. Die sportlichen Fähigkeiten waren nun gefragt. In der ersten Finaldisziplin galt es einen Hornschlitten den Hügel hoch zu stossen, drei in Schnee liegende Geschenke mitzunehmen und den Hügel runterzufahren. Auf der zweiten Runde wurden die Geschenke wieder in der richtigen Reihenfolge niedergelegt und abermals mit einer kurzen Schussfahrt die ganzen Strapazen belohnt. Diese Disziplin war genau auf die Balsthaler Jungs zugeschnitten! Sie distanzierten die Konkurrenz um Längen und der Speaker glaubte seinen Augen nicht: WELTREKORDZEIT!!!

Immer noch mit den Anstrengungen des Hornschlittenrennens zu kämpfen, stand bereits die nächste Herausforderung an: Santa Ski. Die Teams wurden in Läufer und Skifahrer aufgeteilt. Der erste Läufer rannte mit Schneeschuhen den Hügel hoch, übergab den Stab an den ersten Skifahrer (obwohl mit Skis hatten diese Holzlatten nichts zu tun), dieser fuhr durch den gesteckten Parcours runter, übergab an den zweiten Läufer und dieser löste dann den letzten Mann aus, welcher die Disziplin mit einer „Wackelfahrt“ abrundete. Auch hier lancierten die Balsthaler-Sport-Chläuse Bestzeit!


Philipp gibt voll Gas...


Lori kämpft sich den Hang runter...

In der allerletzten Disziplin vergaben unsere vier Chläuse den Podestplatz, auf welchen sie sich nach den beiden Sport-Disziplinen befanden. Mit einer relativ traditionellen Chlaus-Show (max. 80 Sekunden) und „nur“ einem wirklichen Fan (Claudia) verloren sie noch vier Plätze und landeten auf dem 7. Schlussrang von 22 gestarteten Teams. Glücklich und durchgefroren gingen die Chläuse nach Hause und entledigten sich ihrer Chlaus-Montur – denn ein richtiger Balsthaler Samichlaus geht nicht verkleidet in den Ausgang. In den Ausgang gingen sie dann noch aber in zivil. Der 7. Schlussrang und ein errungener Weltrekord musste gefeiert werden!!! Hiermit endet die Berichterstattung...

Das Ziel für das Jahr 2006 ist klar: Samichlaus-Weltmeister!!!!

Die Bilder zu diesem Anlass findet Ihr [HIER]

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