Turnverein Balsthal

Weltmeistertitel für die Balsthaler Turnerkläuse

An der Clauwau in Samnaun sind die Balsthaler Turnerkläuse am Samstagabend, 2.12.2007 Samichlausweltmeister geworden!!!

Herzliche Gratulation!!!

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Weitere Infos unter www.clauwau.com

Bereits zum zweiten Mal nahmen vier Balsthaler SamiKläuse an der Samichlaus-Weltmeisterschaft in Samnaun teil. Nachdem im Jahr 2005 ein erstes Mal "WM-Luft" geschnuppert wurde, nahmen damals Philipp Baumgartner, Matthias Baumgartner, Thomas Dobler und Lorenz Freudiger viele Erfahrungen, den siebten Schlussrang und einen Weltrekord im Samichlaus-Hornschlittenrennen mit nach Hause. Im Jahr 2006 setze das Team wegen der Turnhalleneinweihung aus und bereitete sich auf die Teilnahme im Jahr 2007 vor.

Schon früh wussten die Balsthaler Kläuse, dass sie an der diesjährigen Austragung auf Matthias Baumgartner verzichten müssen - leider! Dominic Eggenschwiler, seines Zeichens auch ein "echter Balsthaler Chlaus, ergänzte das Team für die Clauwau 2007 (Betitelung des Samichlaus-Brauchs in Samnaun).

Gut vorbereitet reiste dann am Freitag, 30. November 2007 eine Achter-Delegation nach Samnaun. Die vier Kläuse wurden von vier weiblichen Fans begleitet, welche als Teambetreuerinnen und fürs Schminken verantwortlich waren. Am Samstagmittag dann konnte es endlich losgehen. Traditionell mit Stock und dem goldenen Buch ausgerüstet, präsentierten sich die Balsthaler im Umzug als Team Nummer 13. Die Aufmachung und auch der Balsthaler Samichlaus-Spruch machte der Jury grossen Eindruck und so erhielten sie 47 von 48 Punkten. Ein Auftakt nach Mass...
In der zweiten Disziplin ging es darum aus einem Schneequadrat (1,2 x 1,2 m) eine originelle Schneeskulptur zu gestalten. Ausgerüstet mit vier Schaufeln und zwei Spraydosen machten sich die Balsthaler Kläuse ans Werk. Etwas ungewohnt war diese Aufgabe schon. Nach über einer Stunde war das Werk vollbracht.

Als nächstes mussten die Balsthaler ihre Kletterkünste unter Beweis stellen. In der Disziplin Kaminklettern geht es darum, dass jeder Samichlaus einen Kamin (ca. 5 Meter) hochklettert. Kleine Erschwerung dabei ist der grosse Sack, den man mitnehmen muss. Nach dieser Disziplin lag das Team Nummer 13 auf dem dritten Zwischenrang.

Wie schon vor zwei Jahren zitterten die vier Kläuse vor der letzten Vorrunden-Disziplin – das Eseltrekking! Es ging darum mit einem Esel eine gewisse Strecke zu gehen bzw. rennen (je nach Lust und Laune des Esels). Leider hatte der Balsthaler-Esel nicht wirklich Lust und verweigerte mitten in der Strecke seinen Dienst. So verloren die Balsthaler viele Punkte. Als allerletztes Team und somit mit den wenigsten Punkten qualifizierten sie sich gerade noch für den Finaldurchgang, welcher am Abend auf der Skipiste stattfand.

Dass die Stimmung bei den Kläusen, wie bei den Fans beim Nachtessen nicht besonderlich war, ist wohl klar. Dennoch liessen sie sich nicht unterbringen und schmiedeten Pläne wie man die Finaldisziplinen angehen will.

Mit dem Messer am Hals mussten sie in der ersten Disziplin ausgerechnet gegen den Führenden antreten. Ein Sieg war also Pflicht! Sie schoben den Schlitten gekonnt und sehr schnell um die vom Gegner gestellten Hindernisse und konnten ihren Schlitten hauchdünn vor dem gegnerischen Team über die Ziel-Linie schieben. Gross war die Freude aber auch die Erschöpfung!!! Somit schmolz der 11-Punkte-Rückstand zusammen auf 5 Punkte. Ziel erreicht.

Bereits kurze Zeit später musste man bereits wieder rennen. „Santa-Race“ hiess die nächste Disziplin. Ein Schneeschuhläufer rennt bergauf, übergibt ein Airboard (eine Art Luftmatratze) an den ersten Piloten, dieser läuft eine kurze Strecke, schlittelt runter und übergibt unten auf den zweiten Bergläufer. Wenn der zweite Airboardpilot im Ziel ist, wird die Zeit gestoppt. Auch hier war klar, dass körperliche Schonung nicht in Frage kommt. Jeder holte nochmals die letzten Reserven aus sich raus und gab alles. Aus dieser Disziplin resultierte der gute dritte Platz, welcher die Balsthaler Turnerkläuse auf den fünften Zwischenrang brachte.

In der abschliessenden Show liessen die Balsthaler die Bombe dann endgültig platzen! In 1 ½ Minuten hatte man Zeit, das Publikum und die Jury von sich zu überzeugen. Die gegnerischen Teams nahmen sich die Aufgabenstellung nicht so zu Herzen wie die vier Balsthaler Kläuse. Ihre Samichlaus-Aerobic (inkl. Bischofstab) studieren sie in der heimischen Turnhalle insgesamt drei Stunden lang ein. Dieser Aufwand hat sich dann auch ausbezahlt! Die Zuschauer jubelten wie verrückt und auch die Jury war voll überzeugt vom Auftritt der vier Balsthaler! Maximalpunktzahl vom Publikum wie von der Jury!
Nun kam das grosse Warten. Dass man sich vom 12-ten auf den 5-ten Platz verbessert hatte, war ja bereits klar. Aber würde es aufs Podest reichen? Gross war der Jubel, als der Viertplatzierte verkündet wurde. Ein Podestplatz war Tatsache!!! Dann wurde der Zeitrangierte verkündet und das waren nicht die Balsthaler, sondern ein anderes Team. So war klar, die Balsthaler Turnerkläuse waren Weltmeister!!!
Philipp Baumgartner, Thomas Dobler, Dominic Eggenschwiler und Lorenz Freudiger lagen sich in den Armen und konnten ihr Glück nicht fassen! Unter der Meldoie von Queen „We are the Champions“ betragen die neuen Weltmeister die Open-Air-Bühne auf der Skipiste in Samnaun. Noch nie war es einem Team gelungen vom letzten auf den ersten Rang vorzustossen. Mit funkelnden Augen bestaunte man das grosse Feuerwerk in der wunderschönen Alpenkulisse.

Kaum war das Foto vom Siegerpodest geschossen, schon fing der Medienstress für die vier Kläuse an. Fernseh, Radio und auch diverse Zeitungen wollten die Gefühle der neuen Weltmeister in Erfahrung bringen. Wie in Balsthal wurden auch in Samnaun – Weltmeistertitel hin oder her – die Kleider, Bärte und Hüte ausgezogen bevor man den Titel feiern ging!

„Wir vier Samichläuse danken unseren Fans Regi, Clöidi, Raffi und Rösi herzlich für die grosse Unterstützung vor und während des Wettkampfes. Ohne Euch wären wir nicht Weltmeister geworden. Ebenfalls ein grosses Merci unserem Lysser-Fanclub".


Thomi, Phippu, Eggi und Lori
 

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