Turnverein Balsthal

Vereinsreise des TVB am 1. + 2. September 2012

Mit der tollen Aussicht der Bündner Berge, Adrenalin auf der längsten Rodelbahn der Welt und jeder Menge Spass wie bei allen TVB Anlässen warb ich für die Vereinsreise.
Bescheidene 9 Wanderlustige folgten dem Aufruf und meldeten sich für die diesjährige Vereinsreise an. Geplanter Treffpunkt war um 08:30 Uhr bei der Turnhalle Haulismatt. 
Der Herrgott war an diesem Samstag kein Wanderer. Es schüttete wie aus Kübeln. Kurzerhand war der Treffpunkt bei jedem Einzelnen vor der Haustür. So konnte mehr oder weniger jeder trocken ins Mietauto steigen und die Fahrt nach Chur ging los. Der Regen tat der guten Laune keinen Abbruch. Wer nicht konzentriert Autofahren musste, versuchte noch etwas zu schlafen, erzählte die neusten gehörten Gerüchte oder gönnte sich doch tatsächlich bereits das erste Bier und ein feines Gipfeli.
Um 10:30 Uhr kamen wir bei der Talstation der Brambrüeschbahn in Chur an. Gerne würde ich an dieser Stelle sagen, dass das Wetter mittlerweile besser war. Dies war aber leider nicht der Fall, also kein Stress um hoch in den Nebel zu fahren. Da kam dieser Militaryshop an der Talstation genau richtig. Während die grosse Jagd nach einem Schnäppchen losging, besorgte ich die Tickets für die Bergbahn.
Nach wenigen Minuten in der Luftseilbahn war die Aussicht nur noch grau, trotzdem waren wir aber nicht die Einzigen in dieser Gondel. Nach dem Umstieg in die Vierergondeln wurde der Nebel immer dichter. Dabei wäre doch die Aussicht eine Augenweide. Aber wenn‘s nichts zu sehen gibt, dann doch wenigstens etwas zu trinken. Also ab in die erste Bergbeiz. Es ist auch gar nicht weit, versprach ich wieder, doch auch dies stellte sich schwieriger heraus als gedacht. Das vierte Restaurant hatte dann endlich keine geschlossene Gesellschaft und wir konnten unser erstes Kaffee –Lutz –Baileys oder einfach eine heisse Schoggi geniessen. Nun waren auch die beiden mit dem Töff angereisten Mitwanderer auf dem Berg angekommen.
Schnell war klar, dass der Lunch im Rucksack bleiben würde und durch eine feine Rösti ersetzt werden musste. Wer will denn schon auf 1800 Meter, im Nebel, bei Regen und bei 0 Grad ein Sandwich essen?
Ein paar Stunden und einige Lutz später mussten wir trotzdem los um unser Tagesziel zu erreichen. Das schwierigste an unserer Wanderung war, nicht vollends im Schlamm zu versinken und die Sauberkeit der Schuhe war den Einen wichtiger als den Anderen. Bis zu den Knien dreckig waren wir schlussendlich alle am Ziel angekommen: Pradaschier, beim Start der längsten Rodelbahn der Welt. Und bevor Ihr jetzt fragt: NEIN, das Wetter war immer noch nicht besser und so blieb leider auch die Rodelbahn wegen des Regens geschlossen. Auch das Restaurant auf dem Pradaschier sah sehr unbelebt aus. Doch zum Glück waren die einzigen Gäste drinnen, nämlich das Personal, und es gab doch noch etwas Warmes zu trinken. Der Sessellift brachte uns anschliessend sicher, aber (trotz Wolldecken) mit einem nassen Hintern nach Churwalden.
Im Pradhotel Churwalden wartete eine warme Dusche und ein feines z’Nacht auf uns. Nach dem Essen gaben wir uns mit viel Leidenschaft und Siegeswillen unseren mitgebrachten Spielen hin. Die Spielsucht packte uns bis tief in die Nacht hinein. Und als doch langsam Zeit wurde die bequemen Betten im Hotel aufzusuchen, war das z’Nacht schon längst verdaut und der Hunger wieder da. Aber da war doch noch was?! Klar, dank unserem spontanen Mittagessen in der Beiz hatte jeder noch seinen (mehr oder weniger) ganzen Lunch. Also gab es ein grosses, gemeinsames Bettmümpfeli.
Als am Sonntagmorgen unsere Augen langsam aufgingen blendete da irgendwas. Ja da war sie tatsächlich, die schöne, herbei gesehnte Sonne. Nach einem reichhaltigen Frühstück beglichen wir unsere nächtlichen Schulden, packten unsere Sachen und zogen unsere zwar noch etwas schmutzigen aber immerhin fast trockenen Kleider an.
Als erstes holten wir gleich den am Samstag verpassten Rodelspass nach. Danach war jeder wach! :-) Das war der perfekte Start in den zweiten Tag und es war herrlich. Nur der (schon wieder, oder immer noch?!) feuchte Sitz des Sesselliftes, welche uns dann anschliessend auf die Stätzalp brachte, erinnerte noch an das schlechte Wetter vom Samstag. Zugegeben, auch der Boden war immer noch nichts für saubere Schuhe und hier und dort reichte es sogar für einen Tupf Schnee. Wer das Morgenessen bereits wieder verdaut hatte, ass schon wieder ein Sandwich. All dies sind Vorteile, wenn der Mittagslunch vom Samstag durch ein Essen im Restaurant ersetzt wird.
Bei perfektem Wanderwetter machten wir uns auf den Weg Richtung Tal. Unser Ziel: Lenzerheide. Das Mittagessen wurde uns auf der Terrasse eines Bergrestaurants serviert. In diesem Beizli herrscht der BIO-Boom und somit gab es für unsere durstigen Herren sogar ein BIO-Bier. Dies schmeckte so gut, dass sogar die TVB Frauen begeistert waren. Naturtrüb natürlich… Gestärkt nahmen wir die letzten Kilometer ins Tal in Angriff.
Das Postauto brachte uns zurück nach Chur und dort ging die Vereinsreise langsam dem Ende zu. Wir verabschiedeten uns von den Töfffahrern, diese gingen gleich weiter in die Töffferien. Die Heimreise nach Balsthal war ruhig, gemütlich und ein wunderbarer Ausklang dieser Vereinsreise. Wer müde war versuchte zu schlafen, wer Hunger hatte ass… ja genau: ein Sandwich! :-)
Es war eine wirklich tolle Vereinsreise! Hoffentlich haben wir einige „gluschtig“ gemacht für nächstes Jahr.

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