Turnverein Balsthal

Vorschau Turnerunterhaltung 2001

 

In den letzten Jahren machte der TV Balsthal immer wieder mit spassigen und unterhaltsamen Turnerunterhaltungen auf sich aufmerksam. Mittlerweile ist unser Unterhaltungsabend weit über die Bez-Halle hinaus bekannt. Auch dieses Jahr hat sich das OK der Turnerunterhaltung voll ins Zeug gelegt... lassen Sie sich überraschen.

Reservieren Sie sich die beiden Daten in ihrer Agenda und nehmen Sie ihre Familie mit. Wir versprechen schon im Voraus, dass Sie dieses Wochenende nicht so schnell vergessen werden...

Am zweiten und dritten November wird der Turnverein Balsthal wiederum eine Turnerunterhaltung in der Bez - Halle abhalten. OK - Präsident ist wiederum Markus Jeker. Nach dem Erfolg des letzten Jahres, wo die begeisterten Zuschauer/Innen durch Viktors Spätprogramm geführt wurden, wird sich die diesjährige Vorstellung am Flughafen abspielen. Die Besucher/Innen werden während den drei Vorführungen (Freitag, 2. November 20.15 Uhr; Samstag, 3. November 15.00 sowie 20.15 Uhr) die Hauptdarsteller Erwin und Hugo bei ihren Erkundungen und Entdeckungen am Airport begleiten. Die zwei Freunde, zum ersten Mal am Flughafen, besitzen ein "Last-Minute-Ticket" nach Cran Canaria. Während dem Warten auf den Abflug entdecken und sehen die beiden vieles und führen so durch das gesamte Programm. Sowohl Schauspielerisches als auch Turnerisches wird geboten. Es werden auf unterhaltsame und lustige Weise die verschiedenen Tätigungsbereiche des Turnvereines Balsthal gezeigt. Mehr wird zum jetzigen Zeitpunkt bewusst noch nicht verraten. Die bewährte Festwirtschaft sowie die stets gut besuchte Bar (bereits ab Donnerstag, 20.30 Uhr geöffnet) sorgen für das leibliche Wohl. Man ist überzeugt, mit diesem neuen Programm an den Erfolg des Vorjahres anknüpfen und wiederum ein breitgefächertes Publikum ansprechen zu können. Die Vorbereitungen dazu laufen auf Hochtouren.

Vereinsreise 2001

Gute Stimmung, aber schlechtes Wetter an der Vereinsreise 2001

Morgens um acht Uhr trafen sich die Teilnehmer der diesjährigen Vereinsreise vor der Turnhalle Rainfeld. Dass wir wohl nicht gerade vom Wetterglück begleitet würden, wurde allen schnell klar. Es nieselte leicht und der Himmel war total zu... Dennoch liesen wir uns nicht entmutigen und so nahmen wir den Weg in die Freiberge unter die Räder. Nach einem Kaffeehalt und ein bis zwei Wendeaktionen haben wir unser Ziel "La-Chaux-des-Breuleux" doch noch gefunden. Wohl haben auch die Jurassier nicht immer schön ausgegessen - es regnete nämlich auch da noch! Gegen elf Uhr bestiegen wir unsere Zigeunerwagen und mit zwei PS fuhren wir durch die umliegenden Jurahöhen. Unter solch gemütlichen Umständen war der Griff zur Weissweinflasche auch nicht so verkehrt... Beim Mittagsrast wurden wir dann wieder gefordert - wir mussten nasses Holz zum brennen bringen. Anfänglich bereitete uns diese Aufgabe ziemlich Mühe, doch mit dem selbstmitgebrachten "Feuerwasser" brannte schlussendlich auch unser Feuer. Frisch gestärkt und etwas müde verkrochen wir uns wieder unter unsere Wolldecken und fuhren langsam zurück zu unserem Ausgangspunkt. Halb unterkühlt und z.T. etwas nass, kamen wir dann bei unserem Nachtlager an. Schnell haben alle ihre Sachen gewechselt und das Nachtlager gestreut; wir schliefen nämlich auf der Heubühne des Reiterhofs. Beim Apéro trafen wir uns dann wieder. Kaum leergetrunken, wurde uns von der Bäuerin das Nachtessen serviert. Nach einem so nassen Tag, wie wir einen hatten, gibt es wohl nichts Schöneres, als ein deftiges Nachtessen. Im gemütlichen Kreise verging der Abend wie im Flug und am früheren Morgen gingen dann auch die ganz Sässhaften (oder Durstigen?) ins Bett bzw. Heu. Viel zu schnell wurde es wieder Morgen. Noch etwas verschlafen begab man sich in den Essraum. Ganz erschrocken stellten wir fest, dass wir wohl die Letzten waren, die sich aus dem Heu wagten... (Man kann ja nicht immer gewinnen...) Nach einem reichlichen Morgenessen machten wir uns wieder auf den Weg... Offroad-Trottinettes wurden für uns bereitgestellt! Niemand von uns war bis dahin auf einem solchen Ding gestanden. Nach einer gewissen Angewöhnungszeit wurde aber das Material bis aufs Äusserste getestet. Ein Trottinette war wohl ein Montagsmodell; wir mussten nach den ersten fünf Kilometern schon ein neues anfordern. Mit schmutzigen Kleidern und dreckig bis hinter die Ohren nahmen wir unser neues Gefährt in Empfang und weiter ging der "Höllenritt". Mit zum Teil spektakulären Rettungsaktionen verhinderten die "Bruchpiloten" schmerzhafte Stürze. Von über 1000 Metern donnerte der TVB-Trottinette-Express auf fast 400 Meter hinunter bis wir schlussendlich am Doubs waren. Dank den "kartenlesrigen Fähigkeiten" unseres "Frettchens" sassen wir schlussendlich in der falschen Beiz. Nach dieser Anstrenung war uns ein feines Steak vom Grill vergönnt. So lange wie wir uns auf das Wochende gefreut haben, so schnell war es auch schon wieder vorbei. Ich glaube diese Vereinsreise wird uns noch lange im Erinnerung bleiben...

Für den Turnverein Balsthal
Der-Kollege-der-mit-fast-leeren-Schnapsflaschen-auf-die Vereinsreise-geht!
(Insider-Witz)

Glarner-Bündner Turnfest- Wohl das Turnfest unter den Turnfesten!

Turnfestvorbereitung
Dass ein Turnfest einen Oberturner sehr auslastet, habe ich in den vergangen Jahren bei Kurt Niederberger gelernt, dass es aber so intensiv sein wird, hätte ich nie gedacht. Stunden über Stunden sass ich hinter dem Computer und habe Daten eingegeben, abgeändert, abgeändert und nochmals abgeändert. Zusagen, Absagen, Mutationen und am Schluss noch die SBB-Problematik, doch dazu später...

Freitag, 22. Juni 01
Ein chaotischer Tag kam auf mich zu. Überall noch etwas abholen, telefonieren, ins Trainings hetzen und vor den Leuten einen einigermassen gelassenen Eindruck machen, das war nicht gerade einfach. Schlussendlich war ich froh, die gesetzten Ziele erreicht zu haben und müde ins Bett zu klatschen.

Samstag, 23. Juni 01
05.30 Uhr: Viel zu früh riss mich mein Wecker aus den Träumen. Duschen, Essen, die Checkliste nochmals gelesen und schon bald machte ich mich auf den Weg nach Balsthal.
06.15 Uhr: Als ich am Bahnhof ankam wurde ich schon von einigen Mitgliedern lautstark empfangen. Die mühsame Vorbereitung zu Hause im Büro machte sich an diesem Morgen bezahlt: ohne grosse Probleme konnte ich die Billette verteilen und eine erste Inforunde starten. Als dann alle in das überfüllte Postauto einstiegen, vermisste ich schon die erste Person - unser Präsi hat das Infoschreiben falsch verstanden und wollte mit dem Kleinbus nach Näfels reisen. Schlussendlich reichte es ihm doch noch den Schnellzug in Oensingen abzufangen und mit uns ans Turnfest zu reisen. Die Zugfahrt verging eigentlich recht schnell, einzig die Kontrolleure waren eindeutig überfordert bei ihrer Arbeit. Das Kollektivbillett bis Aarau, das ab Aarau in der Festkarte inbegriffene Generalabonnement und die konventionellen Generalabonnemente brachten somanchen SBB-Billett-Knipser in Verlegenheit. Als wir dann unser Ziel Näfels erreicht haben, dirigierte uns unser Fähnrich, René Zanetta, zum Festplatz. Schon beim Einmarsch auf das Festgelände wurde uns klar, dass dies ein Super-Turnfest werden würde... Das ganze Festgelände war sehr kompakt und übersichtlich. Nachdem wir uns eingerichtet hatten und ich die Sektion gemeldet hatte, verblieb nur noch wenig Zeit zur Wettkampfvorbereitung. Punkt 11.18 Uhr klinkten wir uns in den "Vereinswettkampf 3-teilig" ein. Kugelstossen, Weitsprung und das Schaukelringeprogramm bildeten unseren 1. Wettkampfteil. Glücklich und zufrieden kehrten alle Athletinnen und Athleten zum Sammelpunkt zurück und man gratulierte einander gegenseitig. Nach einer Pause von fast 1 ½ Stunden stand der 2. Wettkampfteil auf dem Programm. Die Pendelstaffette funktionierte ohne Wechselfehler und mit dem Spungprogramm verblüfften wir einige Zuschauer... Der 3. und letzte Wettkampfteil stand dann ganz im Zeichen des Gegenwinds. Dummerweise traf es genau unsere Wurfdisziplinen und den 1000-Meter-Lauf, beim Team-Aerobic spielte der Wind nicht so eine Rolle. So stark der Gegenwind war, so tief fielen auch unseren Noten aus... Tja, das Wetter kann man leider nicht steuern!
Dann kam die Zeit des Wartens, 3 ½ Stunden wartete ich auf einen Noteneinblick, alles vergebens unsere Noteblätter waren irgendwie nicht mehr auffindbar.

Wettkampfüberblick
1. Wettkampfteil
Weitsprung 6.24 (Viele Turnfest-Neulinge)
Kugelstossen 8.05
Schaukelringe 8.54 (6. beste Note in der Disziplin SR)

2. Wettkampfteil
Pendelstaffette 8.48
Sprünge 9.44 (3. beste Note in der Disziplin SP!!!)

3. Wettkampfteil
Team Aerobic 8.13
Schleuderball 7.80 (sehr starker Gegenwind)
1000 7.03 (Gegenwind auf der Gegengeraden)
Wurfkörper 6.98 (sehr starker Gegenwind)

Zu betonen ist sicherlich auch, dass wir mit Abstand am meisten Turnerinnen und Turner im Einsatz hatten. Gefordert waren für die 1. Stärkeklasse 22 Turner/innen pro Wettkampfteil, wir hatten 32 Turner/innen im Einsatz pro Wettkampfteil. Daraus ergeben sich sicherlich tiefere Noten als wir das aus der Vergangenheit gewohnt waren. In der Vereinsleitung wurde aber entschieden, dass wir dieses Turnfest nützen wollen, möglichst viele Neulinge auf den Geschmack zu bringen. Ich glaube dieses Ziel haben wir eindeutig erfüllt! Schlussendlich können wir mit dem 33. Rang zufrieden sein (38. Vereine in der 1. Stärkeklasse). Für mich war dieses Turnfest ein voller Erfolg.

Samstagabendprogramm
Wie an jedem Turnfest begaben wir uns nach dem Wettkampf ins Festzelt, um das gemeinsame Nachtessen einzunehmen. Besonders schmackhaft war das in Alufolie eingeschweisste Essen nicht, aber dies ist auch nichts Neues. Als dann die in Balsthal bestens bekannte Band "Steirer Man" (Maskenball) aufspielte, hielt es niemand mehr im Sitzen aus. Einigen wurden sogar die Kleider zuviel - die berühmten "Festbank-hochheben-und-runter-mit-den-Kleidern-Szenen" sind an Turnfesten keine Neuigkeiten mehr. An diesem Punkt möchte ich alle Eltern unserer Jungturner/inne beruhigen, vom TV Balsthal war niemand dabei... Der Turnfestabend nahm seinen Lauf und um 05.00 Uhr wurde die Musik auf dem ganzen Festgelände (2 grosse Festzelte, 1 Bierschwemme, 1 Bar, 1 Aussenbühne und zahlreich kleinere Festzelte) ausgeschaltet und allmächlich kehrte Ruhe ein im kleinen Dörfchen Näfels.

Sonntag, 24. Juni 01
Um 07.00 Uhr war es aus mit dem Schlaf, der Speaker hielt es wohl nicht mehr länger aus im Bett und weckte alle auf dem Festgelände verteilten Turnerinnen und Turner mit zum Teil scheusslichen Musikklängen. Allmählich krochen die unterschiedlichsten, vom Turnfest geschädigten, Gesichter zu ihren Schlafsäcken raus. Natürlich wurden sofort die Erlebnisse und Missgeschicke vom Vorabend unter lauten Gelächter ausgetauscht. Der Sonntag stand dann ganz im Zeichen der Festivität, Jugendvorführungen, Behindertenwettkampf, Fahnenmarsch und Schlussvorführung rundeten das Glarner-Bündner Turnfest 2001 in Näfels ab. Als dann nach und nach die ersten Vereine ihre sieben Sachen packen, hiess es für uns warten, warten, warten und nachmals warten... Irgendwie hat die SBB-Zentrale in Zürich die Distanz Näfels-Balsthal etwas verschätzt. Wir waren nämlich der allerletzte Verein, der in Näfels abreisen konnte. Endlich im Zug sitzend, bekam ich schon wieder die Freudlichkeit der SBB-Billett-Knipser zu spüren. Um genau 20.10 Uhr stiegen alle sehr, sehr müde aber glücklich zum Postauto aus.

Ein sehr schönes Turnfest liegt hinter uns. Ich möchte allen Disziplinenverantwortlichen für ihre Mithilfe und -organisation danken, Ihr habt mir in Näfels ein grosses Stück Arbeit abgenommen. Ebenfalls ein grosser Dank gilt allen Athletinnen und Athleten, alle gaben ihr Bestes und diese Gewissheit, dass jede/r für jede/n kämpfte, schweisste uns im Glarnerland zusammen.

Vereinsversammlung 2001

Am 23. September war die Vereinsversammlung des TVB. Da man sie dieses Mal als geselliger, in angenehmer Atmosphäre stattfindender Anlass mit möglichst vielen Teilnehmern durchführen wollte, wurde ein Sonntagmorgen gewählt. So konnte anschliessend die gesamte Turnerfamilie mit Angehörigen gemeinsam brunchen. Die Lokalität Pfarreiheim schuf mit dem angrenzenden Spielplatz ideale Voraussetzungen dafür. An der - eigentlich obligatorischen - Veranstaltung fanden sich 26 Leute ein. Obwohl dies im Vergleich zu den beiden vergangenen Jahren neuer Teilnehmerrekord war, wäre eine noch höhere Beteiligung wünschenswert. Denn die Vereinsversammlung gibt jedermann/-frau Gelegenheit, seine/ihre Meinung in ungezwungener Atmosphäre zu bekunden. Deshalb haben Oberturner Lorenz Freudiger und Vizepräsident Pascal Flückiger Fragebögen vorbereitet, auf denen alle Teilnehmer/Innen ihre Überlegungen zu den Themen Generalversammlung, Fasnacht, Falkenstein - Cup, Maibummel, Trainingsweekend Deitingen, Glarner Bündner Turnfest, Sommerprogramm, Moosfest, Turnerplausch sowie Vereinsreise formulierten. Eine Auswertung dieser Fragebögen ist demnächst auf unserer Homepage www.tvbalsthal.ch zu finden. Selbstverständlich werden die Vorstands- und TL - Mitglieder diese Meinungen und Anregungen zu Herzen nehmen. Die Vereinsversammlung ist die beste Möglichkeit, Gedanken zwischen Turnern/Innen und Vereinsleitung auszutauschen. Kommunikation ist unumgänglich, damit technische Leitung und Vorstand im Sinne des Gesamtvereines agieren können, was ihre wichtigste Aufgabe ist.
Anschliessend an das "Pflichtprogramm" fand, wie erwähnt, ein Brunch statt. Ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Buffet stand bereit. Dieser Anlass bleibt somit sicher allen Teilnehmern/Innen in bester Erinnerung, zumal es nicht so häufig vorkommt, dass aus allen Riegen des TVB Turner/Innen mit ihren Angehörigen zusammentreffen. Die Durchführung der Vereinsversammlung als geselliger Anlass wird daher beibehalten, und es ist zu hoffen, dass nächstes Jahr wieder ein neuer Teilnehmerrekord verzeichnet werden kann.

Visionen unseres Oberturners

Steigende Gewaltbereitschaft an Schulen, überhandnehmende Jugendkriminalität, Jugend-Gangs, explosionsartige Verbreitung der Softdroge Haschisch, planloses "Rumhängen", Interessenlosigkeit, Jugendarbeitslosigkeit, aufständiges Benehmen gegen alles,...

Alle diese aufgeführten Schlagwörter sind Erscheinungen unserer Zeit. Unsere Jugend wird überflutet von Beschäftigungsmöglichkeiten. Egal ob Inline-Skating, Streethockey, Snowboarding. Sie können sich aussuchen, was sie als nächstes ausprobieren wollen. Nichts bleibt ihnen vorbehalten, da die Eltern das nötige Kleingeld besitzen. Das einmal ausprobieren und wenn es nicht mehr "cool" oder zeitgemäss ist, wird sofort auf einen neuen Trend gesetzt. "Unsere Jugend ist grösstenteils nicht mehr fähig, ein Ziel zu verfolgen!"

Fitness-Center, Aerobic-Videos, Hometraining vor dem Fernseher. Mir fällt auf, dass diese "Sportarten" immer in Isolation - also alleine - ausgeübt werden. Kein Wunder ist die kommende Generation nicht mehr gesellschaftsfähig! Der Ausdruck "Gesellschaft" wird heutzutage anders definiert: gleichgesinnte Zeitgenossen schliessen sich zu einer rein sachlichen Gemeinschaft zusammen. Verliert man das Interesse an der gemeinsamen Beschäftigung, wird diese "Gesellschaft" aufgelöst und man sieht sich nach Neuem um. Konsumieren statt produzieren - dies ist leider für viele Mitmenschen zum Alltag geworden.

Diese Modeerscheinung fühlen nicht nur die Lehrer an den Schulen, nein, auch die zahllosen Vereine in der Schweiz spüren, dass die Jugend von heute mehr und mehr auf den Individualismus setzt. Auch in unserem Turnverein sind Ansätze zu diesem Trend auffindbar.

Zitat aus: "Führe richtig" Handbuch für Vereine, STV 1989:
Der Verein ist eine Interessengesellschaft d.h. ein Zusammenschluss von Personen zur Ausübung gleichartiger Interessen. Der Verein ist somit keine geschlossene Gesellschaft. Er ist heute viel mehr ein Dienstleistungsunternehmen, weiches sein Angebot auf die Bedürfnisse seiner "Kunden" ausrichtet. Struktur und Aufgaben eines Vereins sind demnach von den Interessen seiner Mitglieder abhängig. Tradition, geografische Lage, Grösse des Einzugsgebietes, Altersstruktur, Geschlecht, Infrastruktur usw. bestimmen die Interessen.

Mir liegt viel daran, dass unser Verein nicht nur heute top ist, sondern auch noch in zwanzig Jahren, wenn der Schritt zur vollkommenen Isolation der Gesellschaft sicherlich noch weiter fortgeschritten ist.

Wie können wir - die Vereinsleitung und die Leiter in den verschiedenen Riegen - uns diesem Problem stellen? Wo sind unsere Stärken und wo liegen unsere Schwächen? Alles Fragen, die wir uns stellen müssen, damit wir unseren Verein auch in zwanzig Jahren noch mit Freude anfeuern können, wenn es darum geht, sportliche sowie zwischenmenschliche Höchstleistungen zu vollbringen.

Unser Verein soll mehr sein, als eine Anlaufstelle für sportliche Leistungen. Klar bringen extreme Leistungen und die Gewissheit bis an die Grenzen gegangen zu sein, die Menschen einander näher. Aber die wirklichen Trümpfe liegen in den gesellschaftlichen Anlässen; eine Vereinsreise, ein gemeinsames Bräteln mit den Angehörigen (fördert das Verständnis zwischen Familie und dem Verein) sowie das Realisieren gemeinnütziger Anlässe. Ich glaube, in Zukunft wird der Verein andere Bedürfniss decken, als er dies in den letzten zwanzig Jahren getan hat.

Nehmen wir diese Herausforderung an und stellen wir uns unseren Problemen ...

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